Erneuerbare vorn
In den nächsten 20 Jahren werden nach Meinung der Deutschen vor allem Sonne, Wind und Wasser die Energieversorgung der Welt sichern. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der deutschen Atomlobby!
Deutschland will Erneuerbare Energien:
Allensbach-Umfrage bestätigt breite Zustimmung zur radikalen Energiewende
In den nächsten 30 Jahren werden nach Meinung der Deutschen vor allem Sonne, Wind und Wasser die Energieversorgung der Welt sichern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie (IfD) in Allensbach. 71 Prozent der Befragten sprechen sich für Sonnenenergie aus, 57% für Windkraft und 44% für Wasserkraft. Erst weit danach kommen Erdgas (35 %), Atomkraft (21%), Erdöl (%), Kohle und Stromimporte (5%).
45% der Deutschen meinen, dass Atomkraftwerke zwar jederzeit genügend Strom liefern könnten (Sonnenenergie 44%, Windenergie 39 %), doch die Angst vor den Gefahren der Atomkraftwerke ist sehr groß: Vor Atommüll fürchten sich 81% der Deutschen, die Entsorgung sehen 71% als Risiko und vor einem Unfall im Kraftwerk haben 49% große Angst. Das Fazit des IfD: „Risiken sieht die Bevölkerung vor allem durch die ungelöste Entsorgung des Atommülls. Die Unfallgefahr hält immerhin die Hälfte der Bevölkerung für sehr groß.“
„Die meisten Menschen mögen es künftig eher sonnig und windig, eine strahlende Zukunft wollen die wenigsten“, kommentierte Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), die Allensbach-Studie: „Das sollte ein deutliches Signal für die Politik sein: Die Bürger haben Tschernobyl noch lange nicht vergessen. Ein Ausstieg aus dem Atomausstieg oder eine Verlängerung der Restlaufzeiten ist in Deutschland endgültig nicht mehrheitsfähig.“
Das Pikante an der Allensbach-Umfrage: Auftraggeber war das Deutsche Atomforum. Da die Studie bereits seit Herbst 2004 vorliegt, kann das Interesse der Atom-Lobby an einer breiten Veröffentlichung der Umfrageergebnisse nicht allzu groß gewesen sein.

