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Fragen & Antworten

Kurze Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Wie kann ein Stromanbieter aus dem Schwarzwald Oekostrom in Hamburg liefern? - Stellen Sie sich vor, das Stromnetz ist ein riesiger Wasserbehälter. Oben füllen alle Stromanbieter ihren Strom in diesen Behälter hinein und unten zapfen wir Verbraucher mit kleinen Schläuchen unseren Stromanteil ab. Jeder Stromanbieter muss mindestens so viel Strom in den Behälter einfüllen, wie seine eigenen Kunden unten abzapfen. Sie bekommen aus Ihrer Steckdose dann nicht mehr ausdrücklich den Windstrom, den Ihr Anbieter ins Netz gespeist hat. Mit Ihrem Vertrag beim Ökostromanbieter stellen Sie aber sicher, dass der Stromanteil, den Sie verbrauchen, tatsächlich umweltfreundlich erzeugt wird.

Sind die Deutschen AKW nicht sicher? - Im Dezember 2001 ereignete sich im AKW Brunsbüttel eine Wasserstoffexplosion in der Nähe des Reaktordruckbehälters. Es war allein Glück, dass es dort nicht zur Katastrophe kam. Der Mensch ist überall auf der Welt fehlbar, deshalb werden AKWs auch in Deutschland nie sicher sein. Doch schon der sogenannte Normalbetrieb vergiftet die Umwelt und macht Menschen krank. Nach einer Studie von Greenpeace ist außerdem kein einziges deutsches AKW gegen Flugzeugabstürze geschützt. Das sogenannte Restrisiko ist nach dem Terroranschlag vom 11. September zu einem vorstellbaren Risiko geworden.

Ist der Ausstieg aus der Atomenergie nicht laengst beschlossene Sache? - Im so genannten Atomkonsens wurden im Jahr 2000 Strommengen für die damals laufenden 19 AKWs vereinbart. Diese Strommengen wurden den AKW-Betreibern garantiert. Sie können von einem unrentablen AKW auf ein Anderes übertragen werden. Die Abschaltung der letzten Meiler kann so noch über 20 Jahre auf sich warten lassen. Produktionsausfälle, die nach Störfällen durch Reparaturzeiten entstehen, können in ihrer vollen Länge hinten dran gehängt werden. Je mehr Störfälle also, umso länger dauert der Atomausstieg. Die Entsorgung des Atommülls ist auch nach dem Atomkonsens ungeklärt. Jetzt fordern die Atomlobby und verschiedene Politiker wieder eine Verlängerung der Durchschnittslaufzeit für die deutschen Atomkraftwerke von 32 auf 60 Jahre.

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