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Bericht von der Fahrradstaffel am 24. April 2004

Bereits zum zweiten Mal haben Umweltgruppen aus Hamburg und dem Umland mit viel Erfolg gemeinsam eine Radtour "vom Atom- zum Ökostrom" organisiert.

Gegen 10:30 Uhr starten vor dem AKW Krümmel an der Elbe 25 RadlerInnen und eine Fahrrad-Rikscha. Die Saxophonspielerin, die in der Rikscha saß, sorgte mit ihrer tollen Musik die gesamte 45km-lange Tour für gute Stimmung. DANKE! An den zehn Infopunkten an der Strecke kamen immer mehr Atomkraftgegnerinnen hinzu, so dass wir in der Innenstadt von Hamburg mindestens 150 RadlerInnen, SkaterInnen und LäuferInnen waren.

Wenn man bedenkt, dass viele "nur" Teilstücke mitgelaufen oder gefahren sind, und auch die Menschen an den Infotischen nicht vergisst, haben sich sicher weit mehr als 250 Leute aktiv an der Aktion beteiligt.

Infostand HH-St.Georg

An der Mahnwache vor dem HEW-Gebäude in der City hat *Manfred Bäurle* von der Christlichen Aktion Mensch und Umwelt sehr eindrücklich die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl geschildert, unter denen die Menschen in der Ukraine noch heute leiden und sterben. Die Initiative versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten, das Leiden zu mindern und Medikamente und medizinisches Gerät für die Krebsbehandlung zu beschaffen. Im Anschluss an diesen Bericht haben wir eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer des Atomunfalls von Tschernobyl gehalten.

Am Ziel, dem Werkhof in Hamburg-Altona, gab es ab 17:00 Uhr Speis & Trank und das kleine Blockheizkraftwerk im Keller konnte besichtigt werden. Ein Videofilm von der Tour wurde gezeigt, so dass auch diejenigen, die später dazu gestoßen sind, die ersten Etappen der Fahrradstaffel für den Stromwechsel mit erleben konnten.

Die Folgen von Tschernobyl wurden auf der Abschlussveranstaltung noch mal in einem Dia-Vortrag von Prof. Lengfelder deutlich, der - wie zuvor auch Herr Bäurle - per Telefon zugeschaltet war. Herr Lengfelder leitet das Otto Hug Strahleninstitut und versucht sehr intensiv, den Strahlenopfern in der Ukraine mit moderner Medizin zu helfen.

Zum Abschluss spielte die Gruppe Nexus Lounge dann leider vor nur noch 30 ZuhöherInnen, da nach einem schönen aber auch anstrengenden Tag, viele nach Hause wollten. Schließlich waren nicht wenige schon mit dem Rad zum Startpunkt am AKW Krümmel aus Lüneburg, Elmshorn oder Buchholz angereist.

Wir danken allen beteiligten Gruppen für diese gelungene Aktion und hoffen, dass wir mit der Verteilung von mehr als 6.000 Infozetteln zum Stromwechsel (Flyer 2005) den einen oder die andere überzeugen konnten, ihren ganz persönlichen Atomausstieg zu vollziehen

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